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Effektiv helfen – aber wie? Fairer Handel, Spenden, Effektiver Altruismus: Möglichkeiten die Welt zu verbessern

Von 3 months ago 220 Views keine Kommentare

Ein Veranstaltungsbericht

Das Konzept des Effektiven Altruismus hat Kriterien für sinnvolles und nachhaltiges Helfen entwickelt. Der Effektive Altruismus setzt sich damit auseinander, wie Veränderungen am besten erreicht werden können. Dabei spricht er sich gegen Katastrophenhilfe und den Fairen Handel aus. Die Kontroverse über die Frage „Wie kann man effektiv helfen?“ liegt damit auf der Hand. Die Steuerungsgruppe der Fairtrade-Stadt Frankfurt am Main lud vor diesem Hintergrund Ende Februar 2018 Steffen Weber vom Weltladen-Dachverband als Vertreter des Fairen Handels, Daniel Berthold von Effektiver Altruismus Karlsruhe und Katja Maurer von der Spendenorganisation Medico International ein, um gemeinsam in der Evangelischen Akademie am Frankfurter Römerberg zu diskutieren.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Bernd Ludermann dem Chefredakteur der Zeitschrift Welt-Sichten.
Er fragte zunächst Daniel Berthold als Fürsprecher des Effektiven Altruismus, nach welchen Prinzipien seine Bewegung ihre Handlungsfelder auswähle.
Berthold erklärt es am Beispiel der einstmals bejubelten PlayPump, einer karussellartigen Wasserpumpe, mit der Kinder in Gegenden ohne Wasserversorgung beim Spielen als Nebenwirkung zusätzlich auch noch Wasser pumpen. „Das hat überhaupt nicht funktioniert. Schließlich musste man die Kinder bezahlen oder die Frauen mussten an dem Karussell im Kreis laufen. Um die für einen Tag notwendige Wassermenge zu pumpen, musste man es außerdem 27 Stunden drehen“, erzählt Berthold. Dieses Projekt sei damit nicht nur ineffektiv sondern sogar kontraproduktiv gewesen.

von links nach rechts: Daniel Berthold (Effektiver Altruismus, Karlsruhe), Moderator Bernd Ludermann (Welt-Sichten, Frankfurt), Katja Maurer (Medico International, Frankfurt), Steffen Weber (Weltladen-Dachverband e.V., Mainz)

von links nach rechts: Daniel Berthold (Effektiver Altruismus, Karlsruhe), Moderator Bernd Ludermann (Welt-Sichten, Frankfurt), Katja Maurer (Medico International, Frankfurt), Steffen Weber (Weltladen-Dachverband e.V., Mainz)

Ähnlich ist es mit der Kritik des Effektiven Altruismus am Prinzip des Fair Trade: „Es kommen doch nur 1 bis 10 Prozent des Geldes an“, so Daniel Berthold. Außerdem seien Fair Trade-Produkte oft Genussprodukte, für die die Bauern ohnehin hohe Preise bekämen. „Kaffeebauern sind mit die reichsten Menschen, die auf dem Land wohnen.“
Aus Sicht des Effektiven Altruismus sei die Unterstützung von Organisationen wie der Against Malaria Foundation, die in den Malariagebieten der Welt Mückenschutznetze für nur zwei Euro an die Bevölkerung abgibt, viel effektiver.
„Der Effektive Altruismus wählt seine Handlungsfelder nach drei Fragestellungen aus: Ist das Problem groß? Ist es vernachlässigt? Ist es lösbar?“

Hier hält Katja Maurer von der Hilfsorganisation Medico International dagegen: „Ich habe große Probleme mit dem Begriff ‚Effektivität‘, weil er Hilfe nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten bewertet. Dieser Ansatz ist aus meiner Sicht apolitisch.“ Medico International habe dagegen den menschenrechtlich-philosophischen Ansatz, dass alle Menschen gleich sind. Sie sei deshalb gegen eine Einteilung arm, ärmer, am ärmsten.

„Es kommt nicht darauf an, den Menschen mehr zu geben, sondern ihnen weniger zu stehlen“ (Jean Ziegler)

Steffen Weber vom Weltladen-Dachverband haut in die selbe Kerbe. Der Effektive Altruismus sei oberflächlich und wenig fundiert. Er reduziere den Fairen Handel auf die Frage des fairen Preises. Doch die sei nur ein Punkt unter vielen und dabei nicht einmal der wichtigste. Vielmehr stünden die Gewährleistung von Stabilität und Investitionen in Entwicklung im Vordergrund.
„Der Effektive Altruismus wischt die jahrzehntelangen Bemühungen des Fairen Handels leichtfertig beiseite und gefährdet damit das dahinter stehende Prinzip“, ärgert sich Weber.

Katja Maurer von Medico International ist hier ganz bei dem Chef des Weltladen-Dachverbands. Der Effektive Altruismus führe zu einer Verbetriebswirtschaftlichung der Solidarität. „Der Effektive Altruismus mag eine junge Bewegung sein, aber eigentlich ist er doch nur Mainstream.“
Die zu Grunde liegende Evaluierung im Effektiven Altruismus bedeute ein Ranking von guter, besserer und schlechterer Hilfe.

Steffen Weber: „Dort, wo ich ausnahmsweise einmal in direktem Bezug stehe mit Menschen an einem anderen Ort der Welt, soll ich akzeptieren, dass jemand 16 Stunden in einer Fabrik für einen ausbeuterischen Lohn arbeiten muss?!
Und nach dem Effektiven Altruismus soll ich kein Fair Trade kaufen und die dadurch eingesparte Differenz an eine Hilfsorganisation spenden?!
Da muss ich erst mal tief durchatmen.“

Hier gibt Moderator Bernd Ludermann dem Vertreter des Effektiven Altruismus die Chance wieder zu Wort zu kommen und fragt ihn: „Konsumieren sie ethisch?“

-„Ich achte darauf, nicht die billigsten Produkte zu kaufen“, antwortet Berthold.

Diese Antwort stimmt Steffen Weber dann doch wieder etwas gewogener: „Der Effektive Altruismus ist eine tolle Bewegung, die sehr anziehend ist für junge Leute. Aber zu glauben, dass man komplexe Zusammenhänge einfach so berechnen kann, da verhebt man sich. Es fehlt an Bescheidenheit darüber, was man mit objektiven Maßstäben beurteilen kann.“

Hier konfrontiert Moderator Bernd Ludermann dann die Medico Interational-Sprecherin mit folgender These: „Nicht alles, was den Gebenden ein gutes Gefühl gibt muss entwicklungspolitisch sinnvoll sein.

Und Katja Maurer antwortet: „Da ist was dran. Durch die vielen Spenden ist beispielsweise Haiti heute schlechter dran als vorher. Das Interesse der Spender und Organisationen war dort nicht, zu tun, was sinnvoll gewesen wäre, sondern womit man schnelle Erfolge vorzeigen konnte. Außerdem waren die Versprechungen zu hoch: ‚Wir bauen Haiti wieder auf.‘
Doch die notwendigen sozialen Strukturen wurden nicht wieder mit aufgebaut. In diesem Punkt hat der Effektive Altruismus dann doch recht, wenn er die Frage nach der Effektivität stellt.“

Ausgerechnet aus dem Publikum - vonDorothee Schäfer-Bier vom Weltladen Gelnhausen - kommt das inhaltliche Schlusswort der Veranstaltung in Form einer rhetorischen Frage: „Was haben wir [als Weltläden] falsch gemacht, dass wir nur über das Geld reden?
Dabei geht es doch nicht darum, wie viel ich für mein T-Shirt bezahlt habe, sondern darum, dass für dieses T-Shirt keiner Näherin die Fabrik über dem Kopf eingestürzt ist, dass dafür nicht der Aralsee ausgetrocknet ist und dass Bauern auf ihren Baumwollfeldern nicht von Flugzeugen mit Pestiziden besprüht wurden.“

Mehr als nur ein Lappen

Von 5 months ago 293 Views keine Kommentare

Es bräuchte schon reptilienhafte Reflexe um der Treffsicherheit eines spuckenden Babys zu entgehen. Dabei haben die Kleinen den Vorteil, dass wir sie sinnvollerweise nahe am Körper halten, so dass sie uns ohne lange zu zielen im Grunde nicht verfehlen können.
Dabei ist es dem Kleinkind gleichgültig, ob es sich selbst oder das erwachsene Gegenüber trifft.
Oft gelingt sogar beides.
Die Konsequenz ist allen Fällen die gleiche: Reinigungsbedarf.
Damit nicht sofort wieder das unter erheblichen Widerstand in den Strampler eingepasste Kind komplett umgezogen werden muss, sind Baby-Lätzchen das einfachste und wirkungsvollste Instrument zur Fleckenverhütung.

Kulturgeschichtlich ist nicht belegt, wann Lätzchen das erste Mal zur Anwendung kamen. Es ist aber nahe liegend, dass der Geruch von halbverdauter Muttermilch auch schon in den frühen Tagen der Menschheit nicht als angenehm empfunden wurde.

Hinzu kommen die beindruckenden Fähigkeiten von Babys auch mit geringen Portionsgrößen von Baby-Brei maximale Reichweiten und Verteilungsgrade zu erzielen. Ein Können, das Erwachsenen längst verloren gegangen ist und nur durch absichtliches Werfen des ganzen Schüsselchens von ihnen nachgeahmt werden kann.
Um beim Füttern wenigstens die gröbsten Treffer auf der Kinderkleidung zu vermeiden, kann auf ein Wendelätzchen nicht verzichtet werden.

Multitalent Bio-Baumwolle

Während die Funktion eines Lätzchens selbsterklärend ist, gibt es ein paar Gedanken, die man sich beim Kaufen nichtsdestotrotz machen sollte.
Denn wir geben uns viel Mühe unsere Kinder nur mit absolut unbedenklicher, gesunder Babynahrung in Bio-Qualität zu ernähren.
Deshalb sollte es uns auch wichtig sein, dass auch das, was die Kinder beim Essen anhaben sicher, von hoher Qualität und chemiefrei ist. Und obwohl es sich bei Fütterlätzchen ohne Frage um ein Funktionstextil handelt, muss es nicht so aussehen. Immerhin kleidet es den Nachwuchs über einige Jahre.
Weil sie so lange im Einsatz sind, besonders häufig und intensiv gewaschen werden müssen, sollte bei der Anschaffung von Baby-Lätzchen von Anfang an auf Beständigkeit geachtet werden. Sorgfältig verarbeitete Natur-Stoffe sind haltbarer als temperaturempfindliche Kunstfasern. Bio-Baumwolle ist zudem sehr saugfähig und kann 2/3 ihres Eigengewichtes an Wasser aufnehmen und auch schnell wieder abgeben. Gleiches gilt für ölige Flüssigkeiten (Créme, Babylotion) und Schmutz.

Grundsätzlich hat Baumwolle den Vorteil, dass sie weich und geschmeidig ist und auch bei längerem Tragen nicht im Nacken oder am Hals kratzt. Gerade für empfindliche Kinderhaut sollte ist das wichtig.
Wer auf Qualität setzt, spart am Ende.

Ein Stück Stoff zum Anbeißen

Damit das Lätzchen mit dem wachsenden Kind mithalten kann, empfiehlt sich eine Einheitsgröße. Mit einem „Dribble Bib“-Lätzchen wird zudem vermieden, dass was in den Kragen läuft. Gleichzeitig kann es auch als Halsschutz benutzt werden, wenn das Zahnen beginnt. Weil das Lätzchen darüber hinaus gerne als Beißspielzeug beim Zahnen verwendet wird, ist es besonders wichtig, darauf zu achten, dass es aus Bio-Baumwolle hergestellt wurde und chemiefrei ist.

Auf keinen Fall in Frage kommen deshalb Kinder-Lätzchen aus synthetischen Materialien wie etwa PVC oder

Vinyl. Und entsprechend auch nicht solche mit Kunststoffbeschichtungen.
Chemiefreie Ökobaumwolle-Lätzchen sind übrigens dabei nicht nur gesund für das Kind, sondern auch für die Umwelt. Denn beim Anbau von konventioneller Baumwolle werden Pestizide eingesetzt, deren Rückstände sowohl den Boden als auch Flüsse und Seen belasten.

Und bitte: Ein Lätzchen ist kein Putzlappen zum Umbinden, sondern ein Kleidungsstück. Auch wenn es dem Kleinkind egal ist, achtet man doch bei den anderen Kindersachen ebenfalls auf das Aussehen.
Lätzchen gibt es längst mit vielen süßen Motiven, bunten Farben und schönen Designs. Ein bisschen stöbern lohnt sich.
Immerhin schaut man später selbst am meisten drauf.

5 Ideen für kindgerechtes Umweltlernen

Von 6 months ago 413 Views

Kinder groß zu ziehen verursacht mehr Müll und verbraucht mehr Ressourcen als wir uns oft eingestehen möchten. Zum Großteil können natürlich weder wir noch unsere Kinder etwas dafür. Ab einem gewissen Alter lohnt es dennoch, sich gemeinsam mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu beschäftigen.

In den ersten Jahren sind es vor allem kubikmeterweise Windeln und Feuchttücher. Und auch von den Pflege- und Hygieneprodukten für Babys kommt schon lange keines mehr ohne eine Plastikverpackung aus.
Wenn das überstanden ist folgen im ungünstigsten Fall fast zwei Jahrzehnte Berge von Schmutzwäsche, die mit den Jahren nicht weniger, in denen die Kleidungsstücke lediglich größer werden.
Sobald der Nachwuchs dann die Möglichkeiten künstlerischer Ausdrucksformen entdeckt hat, ist Kinderkleidung außerdem regelmäßig von Flecken entstellt, denen nur mit Mitteln beizukommen ist, die den Warnhinweisen nach ganz hinten in den Giftschrank gehören.

Sonnenblume

Das wenigste davon lässt sich wirklich vermeiden, ohne allzu viele Zugeständnisse machen zu müssen, die manchmal einfach unverhältnismäßig teurer oder schlichtweg nicht praktikabel sind.
Umso wichtiger ist es deshalb, dass Eltern ihren Kleinen kindgerecht ein Bewusstsein für die Umwelt und ihre Zusammenhänge vermitteln. Mütterliche Monologe über biologisch abbaubare Reinigungsmittel und Energiesparlampen zählen allerdings nicht dazu.
Viel wichtiger ist es, Kinder für einzelne Aspekte von Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Müllvermeidung zu interessieren und sie zu Verbündeten zu machen.
Zwar lernen Kinder schon in der Kita und Grundschule das Recyclen, für vierjährige Mädchen oder Jungen bedeutet es aber zunächst kaum mehr als ein Sortierspiel denn eine Rückführung von Rohstoffen in den Verwertungskreislauf.

Trotzdem gibt es ein paar Kleinigkeiten im Alltag, die Eltern berücksichtigen können, um ihre Kinder mit praktischen Beispielen zum schrittweisen Nachdenken über ihre Umwelt und die Natur anzuregen:

1. Pflanzen ziehen: Eine Handvoll Sonnenblumensamen genügt und Kinder sind über Wochen neugierig bei der Sache. Sonnenblumen zu ziehen ist weder aufwändig noch braucht man dazu einen grünen Daumen. Aber Kinder sind jeden Morgen aufs Neue gespannt, ob schon ein Schössling aus der Blumenerde herausgebrochen ist. Je mehr die Pflanze wächst, um so mehr befassen sich Kinder mit diesem Prozess. Das bietet die Gelegenheit mit ihnen darüber zu sprechen, dass alle Pflanzen, sowohl ihr Lieblingsobst als auch das grässliche Gemüse, einmal als kleines Samenkorn angefangen haben. Und dass Pflanzen zum Wachsen die richtige Umgebung brauchen. Genau wie Menschen.

Wasserhahn2. Eine Recycling-Sammelstelle besuchen: Selbst viele Erwachsene haben nur selten Anlass, eine Umweltsammelstelle aufzusuchen. Kinder noch viel weniger. Doch für Groß und Klein ist es gleichermaßen erstaunlich, wie viel Rohstoffe tagtäglich auf dem Müll landen und nicht mehr für uns nutzbar wären, wenn wir sie einfach verbrennen oder vergraben würden.
Die unterschiedlichen Arten von Wertstoffen wie Schrott, Papier, Gartenabfälle oder Glas bieten reichlich Anlass für Kinderphantasien, was daraus alles mal wieder werden könnte.

3. Den Wasserhahn abdrehen beim Zähneputzen: Obwohl es genau genommen ein Tropfen auf den heißen Stein ist, wenn man bedenkt wie viele Millionen Liter Trinkwasser jeden Tag von der Industrie verbraucht werden, macht es Kindern doch klar, dass auch Wasser einen Wert hat. Zudem entwickeln sich daraus spannende Kinderfragen, woher denn eigentlich das Wasser kommt und wohin es genau geht, wenn es im Abfluss verschwindet. Darauf sollte man lieber gut vorbereitet sein.

4. Malpapier beidseitig verwenden: Nichts lässt die kindliche Kreativität mehr pulsieren als ein blütenweißes Blatt Papier (oder eine Tapete ohne Muster). Wenn dazu noch frisch gespitzte Buntstifte oder Wachsmalkreide zur Hand sind, beginnt eine ungehemmte Schaffensphase. Wie es in experimentellen Phasen so ist, verlieren die kleinen Künstler*innen schnell das Interesse an den gewählten Objekten und Darstellungsformen und verlangen nach einem neuen Blatt Papier. Doch wenn nicht gerade mit Klebstoff oder Wasserfarben gearbeitet wurde, tut auch die Verwendung der Rückseite des Blattes der Kunst keinen Abbruch.

Wasserflaschen

5. Wasserflaschen wieder auffüllen: Getränke in Plastikflaschen sind leider schon wieder bzw. immer noch handelsüblich und begegnen uns im Alltag überall. Doch im Grunde sprechen das Schleppen der nochmal extra mit Folie eingeschweißten Sechserpacks, die Entsorgung oder der Rücktransport des Leergutes und die immer noch im Raum stehende Frage, ob nicht chemische Bestandteile des Flaschenplastiks in das Trinkwasser übergehen, gegen Trinkwasser in Plastikflaschen. Vor allem, wenn das gleiche Produkt in der gleichen Qualität für wenige Cent frei Haus aus dem Wasserhahn kommt.
Gleichzeitig gibt es nicht nur in hochpreisigen Outdoor-Läden kindgerecht designte Edelstahl-Trinkflaschen mit Silikon-Strohhalmen. Die sind im Handumdrehen aufgefüllt und können bequem mit auf den Spielplatz und zu Ausflügen mitgenommen werden.

Viele weitere Denkanstöße für Kinder, die Schritt für Schritt besprochen werden können, sind je nach Alter und Lebensumfeld denkbar.
Wichtig ist hierbei, dass nicht das bloße Aufstellen von Regeln im Vordergrund steht, sondern ein kleiner, niedrigschwelliger Impuls gegeben werden soll, um Kinder zu Gedanken über die Bedeutung des eigenen Handelns für größere Zusammenhänge anzuregen.

Moralinsaure Regelwerke sind diesem Grundgedanken dabei genauso abträglich wie ökologische Vorträge. Beides ist jeweils ungeeignet, um eine authentische Verbindung zur kindlichen Perspektive herzustellen.
Wie so oft kommen auch hier nur Anreize an, die spannend bleiben und neugierig machen. Denn Kinder müssen die Zusammenhänge verstehen, damit man sie überzeugen kann.

Überreden funktioniert nur bei Erwachsenen.

Die erste Garnitur

Von 6 months ago 550 Views

Eine der eher vergnüglichen Tätigkeiten für werdende Mütter ist ohne Zweifel die Auswahl der ersten Ausstattung mit Babybekleidung für den eigenen Nachwuchs. Doch neben der richtigen Größe, flauschigen Materialien und einem süßen Motiv gibt es noch mehr zu bedenken. Das unüberschaubare Angebot macht es nicht leichter.

Der erste Strampler, der kaum größer ist als ein Kniestrumpf für Erwachsene. Schlafanzüge, die sich so kuschelig anfühlen, dass einem beim Befühlen ein wohliger Schauer über den Rücken läuft. Und Babysöckchen, die einfach unglaublich winzig sind. Und so ist es für werdende Elternpaare ein verbindender Zeitvertreib, in den Wochen vor der Geburt die erste Baby-Garnitur für die Fahrt nach Hause auszusuchen.

Babybody

Bei all der natürlichen und berechtigten Aufregung rund um die Schwangerschaft und Geburt ist es doch nicht ganz unwichtig darauf zu achten, woraus denn die Erstausstattung für das Baby eigentlich besteht und ob in ihr nicht mehr drin ist, als man erwartet und sich wünscht. Auch die Auswahl des Materials spielt eine Rolle. Vor allem dann, wenn man sich für einen möglichst natürlichen Lebensstil entschieden hat.

Nicht immer gelingt das. Gerade wenn die ersten Geschenke für die frisch gebackenen Eltern und ihr Baby eintrudeln, ist manches dabei, das natürlich der Höflichkeit halber dankend angenommen werden muss, bei näherer Betrachtung des Etiketts aber Sorgenfalten auf der mütterlichen Stirn erscheinen lässt.
Denn es liegt in der Natur von Babykleidung, dass sie ständigen Kontakt zu der noch zarten und empfindlichen Babyhaut hat.
Deshalb sollten Babybodys, Strampler und Co. Naturstoffe enthalten und sonst nichts. Wer sich hier grundsätzlich für giftfreie Bio-Baumwolle von zertifizierten Kindermode-Anbietern entscheidet, muss sich vielleicht einen Augenblick mehr Gedanken machen, spart zukünftig aber mehr Zeit, wenn einmal prinzipiell entschieden ist, welche Produkte und Materialien für die eigenen Kinder geeignet sind und welche nicht.

Bei der ersten richtigen Einkaufstour für Kinderklamotten wird nämlich schnell klar, dass der größte Teil der Kinderbekleidung sowieso aus Baumwolle besteht. Doch nur ein kleiner Teil davon besteht aus biologisch angebauter Baumwolle. Was auf den Etiketten erst recht nicht steht, ist, dass auch Bio-Baumwolle nicht immer hundertprozentig frei von Chemikalienrückständen ist. Oft werden die Stoffe zwar organisch hergestellt aber im weiteren Produktionsprozess mit chemischen Mitteln behandelt, die sich nicht komplett wieder herauswaschen lassen und dann später mit der Babyhaut in Berührung kommen.

Bei Kinderkleidung, die das GOTS-Siegel (Global Organics Textile Standard) aufweist, ist man aber auf der sicheren Seite.

Gut für’s Baby – gut für alle

Eltern, die sich mit dem ersten Babyoutfit beschäftigen, machen sich selbstverständlich Gedanken um die Zukunft ihres Kindes. Dabei ist es aber nicht falsch, in einer ruhigen Minute einem Moment darüber nachzudenken, in welcher zukünftigen Welt die/der neue Erdenbürger*in aufwachsen wird. Und darüber, was man selbst schon jetzt dafür tun kann, dass es eine lebenswerte Welt bleibt.

Wer also beim Kauf von Babykleidung darauf achtet, dass sein Kind nicht mit giftigen Chemikalien aus der Textilindustrie in Berührung kommt, dem muss es auch wichtig sein, dass es ihnen auch später nicht zwangsläufig und unbemerkt ausgesetzt ist. Die konventionelle Baumwollindustrie benutzt nämlich tonnenweise Pestizide und Insektizide, die nicht nur giftig für Tiere und Natur sind, sondern irgendwann auch für uns, denn diese Stoffe verschmutzen auch die Ressourcen, die wir konsumieren.

Die Entscheidung für Bio-Babybekleidung nützt also nicht nur dem eigenen Nachwuchs jetzt und später, sondern auch den Eltern.

Worauf achten beim Kauf von Babykleidung?

Die Entscheidung für nachhaltig produzierte und giftfrei verarbeitete Textilien von zertifizierten Herstellern, ist der sicherste und einfachste Weg um Chemikalien und Giftstoffe von der Kinderhaut fernzuhalten. Beim Kauf sollte deshalb nach Bio-Baumwolle, Hanf, Bambus, Wolle, Kaschmir oder Seide Ausschau gehalten werden. GOTSAuf den Etiketten sollten sowohl Zertifikate (GOTS) über den Verzicht auf giftige Chemikalien und am besten auch für fairen Handel (Fair Trade) zu finden sein.
Daneben müssen Strampler und Babysuits funktional sein. Zum Beispiel wenn sie wie ein Jäckchen angezogen und mit Druckknöpfen vers

chlossen werden können. Die sollten am besten an der Seite liegen, damit sie nicht stören. Einfach für alle Beteiligten sind auch Wickelbodys, die nicht über den Kopf gezogen werden müssen.

Außerdem ist der Babyalltag auch anstrengend für die Babykleidung. Häufiges Waschen und Wechseln setzen dem Material sehr zu. Oft leiern Strampler schnell aus und verlieren die Form. Verrutschte Kleidung schränkt die Bewegungsfreiheit des Kindes aber ein und ist für die Eltern noch schwieriger zu handhaben.
Sorgfältig verarbeitete Natur-Stoffe sind haltbarer als temperaturempfindliche Kunstfasern. Bio-Baumwolle ist zudem sehr saugfähig und kann 2/3 ihres Eigengewichtes an Wasser aufnehmen und auch schnell wieder abgeben. Gleiches gilt für ölige Flüssigkeiten (Créme, Babylotion) und Schmutz.

Bei der Anschaffung der ersten Garnitur für den Nachwuchs ist also auf mehr zu achten als bloß auf das süße Design. Stoff, Hautverträglichkeit, Schnitt und nicht zuletzt die Bedingungen, unter denen die Kleidung hergestellt wurden, spielen eine Rolle. Niedlich darf sie natürlich trotzdem sein.

Fair Trade – Chance für Menschen mit Behinderung

Von Jessica Purkhardt 8 months ago 833 Views keine Kommentare

Weltweit gibt es nach Schätzung der Vereinten Nationen etwa 1 Milliarde Menschen mit einer Behinderung. Damit sind sie die größte Minderheit der Welt. Die Weltbank geht davon aus, dass alleine in Indien zwischen 55 Millionen und 90 Millionen Inderinnen und Inder mit einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung leben.

Besonders betroffen sind Menschen mit Handicap aus den ärmsten Bevölkerungsschichten. Denn sie haben oft keinen oder wenig Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung und einem Arbeitsplatz.
Für diese Menschen bedeutet eine Behinderung daher meist noch tiefere Armut und soziale Ausgrenzung.
Denn noch immer sind Aberglaube und die Unterstellung von schlechtem Karma durch Missetaten im gegenwärtigen oder einem vergangenen Leben weit verbreitet. Oft sind selbst die nächsten Angehörigen nicht frei von diesen Vorurteilen. Außerdem sind Menschen mit Behinderung von auf dem indischen Subkontinent häufigen Naturkatastrophen wie Dürre, Stürmen, Überschwemmungen und Erdrutschen überdurchschnittlich gefährdet.

Doch auch ohne diese Ausnahmeereignisse ist es für sie in Indien wegen der nach wie vor unterentwickelten Infrastruktur schwer sich frei zu bewegen. Die Zugehörigkeit zu einer bestimmten gesellschaftlichen Klasse, Kaste aber auch das Geschlecht eines Menschen mit Behinderung haben in Indien großen Einfluss darauf, in welchem Umfang sie Unterstützung von anderen erfahren.

Frauen mit Behinderung abgehängt

So konstatiert Dr. Anita Ghai, Dozentin am Jesus & Mary College von Neu-Delhi, die sich auf Gender und Behinderung spezialisiert hat, dass sich die Behindertenrechts-Bewegung in Indien vor allem aus Aktiven aus den oberen und mittleren Bevölkerungsschichten zusammensetzt, die im wesentlichen die Zielvorstellungen westlicher Behindertenrechtsorganisationen kopierten.
In ihrem Buch „Disabled Women: An Excluded Agenda of Indian Feminism“ legt Ghai statistisch dar, dass Frauen mit Behinderung in Indien im Vergleich zu ihren männlichen Gegenübern deutlich marginalisiert werden.

Natürlich hat sich auch die indische Regierung bereits seit einiger Zeit der Problemlage um Menschen mit Behinderung in ihrem Land angenommen. So werden viele neue Gebäude zumindest behindertenfreundlich angelegt und Bundesstaaten, die ihre bestehende Infrastruktur barrierefrei weiterentwickeln, erhalten dabei finanzielle Unterstützung.

Fairer Handel als Triebfeder

Nicht nur in Schwellenländern können Unternehmen zum gesellschaftlichen und infrastrukturellen Fortschritt eines Landes beitragen, wenn die dafür notwendige Unternehmensphilosophie vorhanden ist. Und die gibt es auch in Indien.

So arbeitet SENSE ORGANICS in der Herstellung der Baby- und Kinderkleidung aus Bio-Baumwolle gezielt mit einem Betrieb im südindischen Bundestaat Tamil Nadu zusammen, der unter seinen Beschäftigten eine höhere Behindertenquote aufweist, als sie beispielsweise in deutschen Verwaltungen vorgesehen ist.

Parkplatz für die Fahrzeuge von Menschen mit Behinderung

Hier lässt sich besonders deutlich erkennen, worauf es bei der Beteiligung von Menschen mit Behinderung wirklich ankommt: Nicht auf die formale Selbstverpflichtung, sondern auf ethische Unternehmenspraxis im Alltag.
Fair Trade-Unternehmen vor Ort haben deshalb ein besonderes Potential, den Gedanken von Inklusion in ihren Betriebsabläufen umzusetzen. In der SENSE ORGANICS-Kooperationsfirma, ist die Anstellung und Beschäftigung von Menschen mit Handicap entsprechend ihren persönlichen Bedürfnissen bereits selbstverständlich.
Für ihre behindertengerecht umgebauten Motorroller- oder Fahrräder steht ihnen eigener Parkraum direkt an ihren Werkstätten zur Verfügung. Die Arbeitsplätze sind auf die Menschen angepasst.

Vertrauen schafft Verbesserung

Der Grundgedanke des Fairen Handels bedeutet also nicht nur gerechte Entlohnung und sichere Arbeitsbedingungen. Das Fair Trade-Prinzip von langfristigen, partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Händlern und Produzenten ermöglicht dort, wo es so vertrauensvoll und langanhaltend gelebt wird wie zwischen SENSE ORGANICS und seinen indischen Partnern, auch eine Erweiterung auf die Förderung von benachteiligten Minderheiten.

Angesichts der zig Millionen Menschen, die so gravierend von Ausgrenzung wegen ihrer Behinderung betroffen sind, wird an diesem Beispiel schnell klar, welche Möglichkeiten hier durch Fair Trade bestehen. Nämlich nichts weniger als für eine Bevölkerungsschicht so groß wie die Einwohnerzahl Deutschlands, einen signifikanten Wandel ihrer Zukunftsperspektiven und ihrer Lebensqualität zu erreichen.

Sense Organics als Kindermode-Tipp in der „ELTERN“-Zeitschrift

Von 11 months ago 662 Views keine Kommentare

Elternmagazin Blogbeitrag Titelfoto




Wie im Wilden Westen geht es bei der Zusammenstellung der Tipps für Babyausstattung und Kinderkleidung in der Frühjahrsausgabe der Zeitschrift „ELTERN“ zu.
Da überrascht es nicht, dass auch die Wendejacke „Aron“ von Sense Organics aus der „Native American Indians“-Kollektion von 2017 mit von der Partie ist.
Denn mit ihren zwei Tragemöglichkeiten, von denen eine Seite mit einem fröhlich-lebhaften und deshalb auffälligen Pferde-Druck daherkommt, passt sie bestens in die Prärie-Szene.
Vielleicht wird es bei den künftigen kleinen Trägerinnen und Trägern der Kinderjacke oder ihren Geschwistern auf den ersten Blick und mangels Anschauungserfahrung zunächst zu Verwechslungen kommen, welches Tier dort auf der Babyjacke abgebildet ist.
Was man nicht kennt, dessen Namen weiß man schließlich auch noch nicht.
Das macht aber gar nichts.
Denn den nomadischen Bisonjägern vom Stamm der Comanchen, die in den Prärien Nordamerikas lebten, war es nicht anders gegangen, als sie an einem kühlen Aprilmorgen im Jahr 1659 die Eingangsklappe ihres Tipis zurückschlugen und in einiger Entfernung das erste Mustang-Pferd erblickten.
Auch damals war man nämlich ratlos, um welches Tier es sich hier handelte, denn auch die Alten im Dorf hatten so etwas noch nie gesehen. Der Ähnlichkeit halber orientierte man sich deshalb bei der Benennung einfach an einem Vierbeiner, den man schon kannte und der – wenn auch viel kleiner – einem Wildpferd etwas ähnlich sah.
Fortan war die Bezeichnung „Heiliger Hund“ für ein Pferd unter den amerikanischen Ureinwohnern weit verbreitet.

Dabei passt nicht nur der Mustang-Look zum gewählten Wildwest-Thema, dass sich die Kindermode-Scouts der „ELTERN“-Zeitschrift ausgesucht haben.
Denn wenn der Wind über die amerikanische Prärie pfeift, unterscheidet er sich kaum von dem frischen Frühlingswind, der hierzulande in der Übergangszeit der von Tag zu Tag wärmer werdenden Sonne entgegenhält.

Elternmagazin Foto 1 zum Blogbeitrag




Wenn es dann im Kinderwagen und mit den eigenen ersten Schritten nach draußen geht, ist Vorbereitung auf jedes Wetter angezeigt.

Wohl auch deswegen hat sich das Magazin für die für Jungen und Mädchen geeignete Übergangsjacke „Aron“ in ihrem Arrangement entschieden. Mit integrierter Kapuze in Kontrastdruck und zwei Knöpfen zum Schließen sind Babys und Kleinkinder für jeden jahreszeitlichen Wetterumschwung gerüstet und auch bei Luftzug und Nieselregen bleibt der Kopf schön warm eingepackt.
Wenn dann kurz darauf die Sonne wieder durch die Frühjahrswolken bricht, gewährt der praktische V-Ausschnitt mit Kragen ausreichend Möglichkeit zur Luftzirkulation.
Ohnehin ist diese Kinderjacke atmungsaktiv, denn sie ist zu 100 Prozent aus hautfreundlicher, natürlicher Baumwolle aus biologisch kontrolliertem Anbau hergestellt.
Anders als künstliche Gewebe, reguliert Baumwolle besonders gut die Feuchtigkeit, denn sie kann bis zu zwei Drittel ihres eigenen Gewichtes an Wasser aufnehmen, aber genauso gut auch wieder abgeben.
Das heißt: Wenn beim Trinken mal ein Schluck daneben geht, ist das kein Drama und selbst starke Verschmutzungen lassen sich aus der Naturfaser meist einfach wieder herauswaschen.
Vermutlich hat es für das Team, das für das Elternmagazin die Kinderkleidung und Babysachen zusammengestellt hat, nicht unbedingt im Vordergrund gestanden. Aber es gibt noch eine weitere Gemeinsamkeit mit dem gewählten Wildwest-Motto.
Denn die nordamerikanischen Jäger- und Sammlerstämme gingen stets sehr bewusst und verantwortungsvoll mit ihrer Umwelt, mit der Natur und ihren Ressourcen um. Und auch das sinnvolle Recycling von Textilien und anderen Rostoffen war für sie selbstverständlich.
Deswegen fügt sich die abgebildete Babyjacke mit den frei herumtollenden Wildpferden auch in diesem Zusammenhang gut ins Bild. Umweltschonende Herstellungsverfahren, bei denen schon das natürliche Ausgangsmaterial der Baumwolle in zertifizierter Bio-Qualität erzeugt wird, die dann unter hohen umwelttechnischen Standards und unter Verwendung nachhaltiger Ressourcen wie Sonne und Wind weiterverarbeitet wird, sind der Markenkern des Bio Kindermode-Labels Sense Organics.

Elternmagazin Foto 2 zum Blogbeitrag




Deswegen ist die gesamte „Native American Indians“-Kollektion von 2017 nicht nur zu 100% Bio, sondern auch nach dem international gültigen Öko-Siegel Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert. Außerdem ist das gesamte Angebot an Babyausstattung und Kinderkleidung fair gehandelt – also Fairtrade und unter Social Accountability Kriterien hergestellt.
Wer nun in freiheitsliebende Lagerfeuer- und Präriestimmung gekommen ist, findet in der aktuellen Kindermode-Linie von Sense Organics noch viele weitere Designs und Anklänge an Leben und Umfeld der amerikanischen UreinwohnerInnen.
Darunter ein Wendeshirt für Jungen mit einer wilden Büffelherde, Babybodys mit bunten Wildpferden, einen Wickelbody mit texanischem Kaktusdruck, der aber gar nicht stachelt, sondern natürlich schön weich und flauschig ist.
Für Mädchen gibt es in der Kollektion Shirts und Kleidchen mit Feder-Applikation und Wüstenblumen-Drucken
Aber auch die Jungen-Kinderkleidung greift die Motive der fälschlicherweise „Indianer“ genannten amerikanischen First Nations auf. Entsprechend sind die Jungen-Shirts mit einem stolzen Häuptling, Pfeilen, Tipis oder dem spirituellen Adlersymbol bedruckt.
Einem Frühjahr und Sommer voller Bewegungsfreiheit, gemeinsamer Abenteuer und vieler phantasievoller Spiele im Freien steht mit diesen Anregungen kaum noch etwas im Wege.

Sense Organics-Babybodys im Öko-Test „Sehr Gut“

Von 1 years ago 4892 Views keine Kommentare

ÖKO-TEST 02 2017 Sehr Gut Yvon Retro Body dark coral




Nun ist es auch von unabhängiger Stelle bestätigt:
Der Babybody von Sense Organics „Yvon Retro Body, dark coral, Flamingos“ ist im Gesamturteil „Sehr Gut“.
Zu diesem Ergebnis kommt das Verbrauchermagazin „ÖKO-TEST“ in seiner diesjährigen Februar-Ausgabe (2/2017).
Die Publikation hat sich seit 1985 dem unabhängigen, objektiven und wissenschaftlichen Verbraucherschutz verschrieben und ist bei ihren Testreihen oft strenger als der Gesetzgeber.
Denn für die MacherInnen von ÖKO-TEST steht nach eigenem Bekunden der gesundheitliche Verbraucherschutz an erster Stelle. In gesetzliche Grenzwerte flössen dagegen viele weitere Überlegungen mit ein. Also auch, ob es für gesundheitsgefährdende Stoffe überhaupt andere wirtschaftliche Alternativen gäbe, erklärt das Magazin die Hintergründe auf seiner Website. Für die Hersteller mag das sicherlich eine Rolle spielen, aus VerbraucherInnensicht dagegen nicht, weswegen die TesterInnen bei ÖKÖ-TEST entsprechend strenge Maßstäbe anlegen, denn für sie zählt die Sicht der KonsumentInnen.
Der getestete Baby-Body „Sense Organics Yvon Retro Body, dark coral, Flamingos“ geht dabei dennoch aus einer Überprüfung von 22 kurz- und langärmligen Babybodys aus Baumwolle neben den anderen überprüften Bodys als das Produkt hervor, das unter den mit „Sehr Gut“ bewerteten, die höchsten Standards erfüllt.
Dabei liegt der Sense Organics-Body mit einem Preis von 11,90 Euro im Mittelfeld der Preisspanne für die untersuchten Produkte, die von 2,49 Euro bis 22,45 Euro reichte.

Von allen die meisten Standards erfüllt
Neben dem Body von Sense Organics wurden sieben weitere Produkte, ebenfalls aus Bio-Baumwolle, also Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau, getestet.
Aber als einziger unter den von ÖKO-TEST als „Sehr Gut“ bewerteten Bodys erfüllt der Body von Sense Organics neben dem Bio-Standard der Bekleidungsbranche Global Organic Textile Standard (GOTS), auch die Anforderungen des Fairtrade-Siegels für fair gehandelte Produkte.
Die Testreihe des Magazins stand im Zusammenhang mit einer Berichterstattung zu optischen Aufhellern in Baby-Bekleidung. Dabei handelt es sich um chemische Hilfsmittel, die eingesetzt werden, um das Weiß der Textilien besonders zum Leuchten zu bringen.
Das funktioniert, in dem sich diese Chemikalien auf die Gewebefasern legen und dort dafür sorgen, dass für das menschliche Auge unsichtbares ultraviolettes Licht in sichtbares blaues Licht gewandelt wird.
Dadurch wird der Effekt eines besonders strahlenden Weiß hervorgerufen.
Häufig werden diese Weißmacher aber auch dort eingesetzt, wo sie keinen oder nur geringen Effekt haben. Auch Füllmaterialien von Plüschtieren, Kissen, Decken oder Matratzen sind oft mit diesen optischen Aufhellern behandelt, ohne dass die Füllstoffe je sichtbar wären.
Bei Bekleidung sind besonders oft die Etiketten und Labels an der Kleidung mit aufhellenden Chemikalien weißer gemacht, um einen hochwertigeren Eindruck zu hinterlassen, ohne dass das Produkt es wirklich ist.

Natürlich giftfrei
Nun kommen Babybodys in aller Regel unmittelbar mit der Haut der Kinder in Kontakt, so dass es bei der Überprüfung das Urteil „Sehr Gut“ nur gab, wenn weder optische Aufheller, Weichmacher, Schwermetalle, verbotene oder problematische Farbbestandteile oder andere Schadstoffe bei den Untersuchungen nachgewiesen werden konnten.
Dem Baby-Body von Sense Organics bescheinigte das Verbrauchermagazin frei von allen diesen Substanzen zu sein. Darüber hinaus ist das Produkt auch noch speichel- und schweißecht. Speichel ist nämlich leicht alkalisch, Hautschweiß leicht sauer. Dadurch können beide auf oberflächenbehandelten Bestandteilen der Kleidung, aber auch bei Spielzeugen, Bettwäsche oder Buntstiften auflösende Eigenschaften haben und beispielsweise Farbstoffe lösen, so dass diese in den Körper aufgenommen werden können.
Bei Produkten, die als speichel- und schweißecht gelten ist das jedoch nicht der Fall.

Gute Qualität muss nicht teuer sein
Dass nicht das teuerste Produkt zwangsläufig das qualitativ Beste sein muss, zeigt erneut auch die vorliegende Testreihe. Im Gegenteil: Der Baby-Body, der mit 22,45 Euro der kostspieligste unter den getesteten war, kam gerade einmal auf den vorletzten Platz im Ranking, weil er, neben dem Weichmacher Dibutylphthalat (DBP), außerdem optische Aufheller enthielt.
Eine grundsätzliche Faustformel gibt auch der ÖKO-TEST der Baby-Bodys nicht, aber die Bodys, die mit dem GOTS-Siegel versehen sind, wurden besonders oft mit „Gut“ oder „Sehr Gut“ bewertet.

Sense Organics Bay Bodys kaufen

Auf dem Bild sehen Sie noch weitere Bodys von Sense Organics aus unserer Frühjahr-Sommer 2017 Kollektion.
Diese wurden nicht von ÖKO-TEST getestet, werden aber natürlich auf demselben Weg und mit denselben Kontrollen durchgeführt.

Bio-Baumwolle: Versöhnung mit der eigenen Haut

Von Anna Lena 1 years ago 1076 Views keine Kommentare

„Es gibt wildwachsende Bäume, aus deren Frucht man eine Wolle gewinnen kann, die die Schönheit und Qualität der Schafwolle weit übertrifft. Die Inder machen aus dieser Baumwolle ihre Kleider“.

So machte bereits der griechische Geschichtsschreiber Herodot seine Zeitgenossen im 5. Jahrhundert vor Christus auf ein Naturtextil aufmerksam, dass sich im Tragekomfort offenbar schon damals deutlich von anderen Faserstoffen unterschied.

Doch als der Historiker sich mit der Baumwolle befasste, war sie im Indus-Tal schon fünf Jahrtausende als Nutzpflanze bekannt.
Dass sich der Mensch nicht noch viel früher mit ihr auseinandersetzte ist sicherlich auch darauf zurück zu führen, dass Baumwolle nicht für den Verzehr geeignet ist und deshalb in Zeiten, in denen sich noch alles allein darum drehte, eine nachgeordnete Rolle spielte.

"Eine einzelne Faser macht kein Garn…

Wie vielfältig sich das Naturprodukt Baumwolle jedoch verwenden lässt und wie deutlich angenehmer das Hautgefühl der Baumwollfaser gegenüber Kleidungsstücken aus tierischen Fasern ist, überzeugte dann aber gleich mehrere Kulturen auf der Welt so, dass der Baumwoll-Anbau unabhängig voneinander auf drei Kontinenten erfunden wurde.

Geschätzt wurden Baumwollstoffe in der Vergangenheit, weil sie sich trotz ihres natürlichen Ursprungs in mehreren Arbeitsgängen soweit veredeln lässt, dass sie beinahe seidenweich werden, ohne dabei aber ihre vielen anderen positiven Eigenschaften zu verlieren.

Im Unterschied zu künstlichen Fasern ist Baumwolle sehr saugfähig und kann zu zwei Drittel ihres eigenen Gewichtes an Wasser aufnehmen und auch ölige Flüssigkeiten und Schmutz werden von der Baumwollfaser besonders gut aufgenommen und genauso gut wieder abgegeben.

Diese Eigenschaften sind es sicherlich, die Baumwohlstoffe zu einem idealen Ausgangsmaterial für Baby- und Kinderbekleidung werden ließ. Denn selbst stark verunreinigte Babytextilien können gekocht und heutzutage sogar sterilisiert werden.

Wie schon im Altertum schätzen Erwachsene und besonders Kinder die Hautfreundlichkeit von Baumwollstoffen, denn sie „kratzen“ nicht.

…ein einzelner Baum macht noch keinen Wald.*

Was in der Gegenwart aber leider immer mehr eine Rolle spielt: Baumwollbekleidung hat ein äußerst geringes Allergiepotential.
Denn unter Kleinkindern sind allergische Kontaktekzeme als Sofortreaktion ihrer empfindlichen Haut aber auch chronische Hautkrankheiten wie Neurodermitis besonders häufig.
Viele Eltern stehen den Symptomen zunächst ratlos gegenüber.

Oft sind zahlreiche Arztbesuche, Experimente mit Cremes aller Art, der Einsatz von Cortison-Salben und Bandagieren ganzer Körperteile gegen unbewusstes Kratzen im Schlaf nötig, um die Auslöser zu finden und Schritt für Schritt zu einer Lösung zu kommen. Welche der getroffenen Maßnahmen im Einzelnen oder ihrer Gesamtheit wirken, ist sehr individuell.

Auch die Verwendung von Kleidung und Bettwäsche aus Bio-Baumwolle hat oft positive Effekte, denn die Faser gilt generell als hautfreundlich, hat einen angenehmen Tragekomfort, lädt sich nicht statisch auf, ist strapazierfähig und atmungsaktiv.

Durch das Zusammenspiel dieser Eigenschaften zeigt sich oft, dass bei akuten oder chronischen Hautentzündungen beispielsweise weniger gecremt werden muss. Gleichzeitig ist Baumwollkleidung weich und geschmeidig und sanft zu der ohnehin schon beanspruchten Haut.

Wichtig ist aber insgesamt auf Kinderkleidung mit einem geringen Allergiepotential zu achten, denn auch auf andere allergieauslösende und hautreizende Faktoren kommt es an.
Bei SENSE ORGANICS verzichtet man deshalb von vornherein auf schmermetallhaltige Farbstoffe, bleicht die Stoffe nur mit Sauerstoff und verwendet für den Textildruck nur Farben auf Wasserbasis. Deshalb sind hier die produzierten Stoffe giftfrei.

*"Eine einzelne Faser macht kein Garn, ein einzelner Baum macht noch keinen Wald.“
Chinesisches Sprichwort, Original: 单丝不成线,独木不成林

Fair Trade als Chance für Frauen

Von Anna Lena 2 years ago 1597 Views keine Kommentare

Mehr als die Hälfte der Menschen in Indien lebt direkt oder indirekt von der Landwirtschaft. Dabei erwirtschaften sie aber nur ein Siebtel des indischen Bruttosozialproduktes.

Die Bauern in Indien stehen damit ganz am Ende der Einkommenspyramide des Landes. Eine Bauernfamilie verdient im Monat nach Regierungsangaben 2115 Rupien – das sind gerade mal 25 Euro. Rund 60 aller Bäuerinnen und Bauern sind bis über beide Ohren verschuldet.

Das hier das System aus den Fugen geraten ist zeigt sich an dem Paradox, dass in Indien die Menschen, die die Lebensmittel des Landes produzieren selbst oft hungern müssen. Und die Einkommen fallen weiter, denn die Landwirtschaft wird für viele Menschen immer unrentabler.

Grund dafür sind vor allem die ökologischen Folgen der jahrzehntelangen unnachhaltigen, rücksichtslosen Landwirtschaft. Die Böden sind vielerorts durch den rücksichtslosen Einsatz von giftigen Pestiziden verseucht, der Grundwasserspiegel durch schonungslose Wasserwirtschaft zu weit abgesenkt.

Landflucht

Eine Untersuchung des Zentrums für die Erforschung von Entwicklungsgesellschaften (CSDS) in Delhi hat ergeben, dass drei Viertel aller Bäuerinnen und Bauern, den Bauernberuf sofort aufgeben würden, wenn sie Alternativen hätten um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Nach der Volkszählung von vor fünf Jahren hängen täglich 2300 Landwirte ihren Beruf an den Nagel und suchen in den Städten nach Arbeit.

Doch die Landflucht zerreißt wie überall auf der Welt auch in Indien Familien, zerstört jahrhundertalte dörfliche Strukturen des Zusammenlebens und eine Kultur, die über Jahrtausende von und mit der Landwirtschaft gelebt hat. Dabei werden die Menschen nicht nur physisch, sondern auch seelisch entwurzelt. Denn die Mega-Slums in den wuchernden Großstädten sind wahre Knochenmühlen.

Menschen, die vorher auf dem Land noch schlecht aber selbstbestimmt leben konnten, stehen in den Molochen in gnadenlosem Konkurrenzkampf mit Millionen anderen um schlecht bezahlte Jobs als Tagelöhner.

Die Gesundheitsversorgung und Bildungschancen sind dabei kaum besser als auf dem Land. Seit 2007 sind bereits 37 Millionen indische Bauern in die Städte abgewandert. 15 Millionen kehrten aber wegen fehlender Aussichten und Arbeitsplätze wieder zurück.Für viele gibt es aber oft keinen Weg mehr zurück.

Nach der indischen Polizeistatistik nahmen sich in den vergangenen 17 Jahren etwa 300.000 Bäuerinnen und Bauern das Leben. Unvorstellbar, wenn nun 600 Millionen Menschen in die ohnehin schon wuchernden Megastädte Indiens strömen würden.

Ziel muss deshalb sein, die Landwirtschaft des Landes so zu transformieren, damit die Menschen die dort arbeite, darin Perspektiven für ihre Zukunft erkennen.

Das erfordert aber Erzeugungsprozesse und Strukturen auf dem Land, die nachhaltig und biologisch sind und neben einem hinreichenden Einkommen auch Bildungsangebote und eine moderne Gesundheitsversorgung vor Ort bereit halten.

Die Verliererinnen

Unter den Verwerfungen in der Landwirtschaft und den Herstellungsprozessen aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen leiden besonders die Frauen.

In Indien sind die Unterdrückung der Frauen, sexuelle Gewalt und patriarchalische Machtstrukturen unveränderte Realität, die besonderes in den ungebildeten, einkommensschwachen und armen Schichten noch deutlicher als in der Restgesellschaft ausgeprägt ist.

Gleichzeitig wird die Arbeitskraft von Frauen sowohl in der Stadt als auch auf dem Land hemmungslos ausgebeutet. Und auch bei der Versorgung mit Lebensmitteln werden Frauen nicht selten benachteiligt. Noch deutlicher ist die Ungleichbehandlung im Bildungswesen.

Im letzten Jahrzehnt ist die Alphabetisierung im Land um rund 10 Prozent gestiegen. Doch Frauen und Mädchen haben davon kaum profitiert.

Ausgesprochen hart ist der Lebensalltag für Frauen aus Indiens Ursprungsbevölkerung, den Adivasi, oder den kastenlosen Dalits, die als Volksgruppen ohnehin schon an den Rand der Gesellschaft gedrängt sind und oft große Benachteiligung erfahren müssen.

Fairer Handel für Geschlechtergerechtigkeit

Doch gerade Frauen profitieren in dieser schlechten Ausgangslage besonders deutlich und schnell von Chancen, wenn sie ihnen denn eingeräumt werden.

Das zeigt sich beispielsweise dort, wo der Fair Trade-Gedanke umgesetzt wird.

Dabei geht es nicht bloß um den Grundgedanken, faire Preise bis hinunter an die kleinen Erzeugerinnen und Erzeuger zu zahlen, die die Feldarbeit verrichten.

Der Aufbau von direkten, partnerschaftlichen und langfristigen Handelsbeziehungen steht ebenso im Vordergrund, wie die Förderung biologischer Landwirtschaft, Unterstützung bei der Vermarktung durch Zusammenschluss zu Genossenschaften und das Verbot von ausbeuterischer (Kinder)Arbeit.

Weltweit sind in den Fair Trade-zertifzierten Unternehmen über ein Viertel der Angestellten weiblich.

In Indien,Sri Lanka und Pakistan stellen Frauen 55 Prozent der Beschäftigten unter den Fair Trade-Agrarbetrieben. Das ist ziemlich viel. Im Mittleren Osten sind es nämlich zum Beispiel nur 44 Prozent Frauen in den Betrieben mit Fair-Trade-Siegel.

Am höchsten ist der Frauenanteil in Äthiopien und in Südafrika: 70 Prozent. Insgesamt ist in vielen afrikanischen Fairtrade-Netzwerken der Frauenanteil oft bemerkenswert. Denn dort haben sich viele Frauen zu rein weiblichen Fair-Trade-Genossenschaften zusammengeschlossen. Das zeigt, dass im Fairen Handel große Chancen für die Entwicklung der Geschlechtergerechtigkeit stecken.

Doch auch Fairtrade International erklärt in seinem jüngsten Monitoringbericht zu Nutzen und Chancen des Fairen Handels, dass Fairtrade sein Potential zur Erreichung von mehr Geschlechtergerechtigkeit nur dann voll ausspielen kann, wenn konkrete Projekte vor Ort stattfinden, die auf die Überwindung der Benachteiligung von Frauen explizit abzielen.

Die Chancen für die beschäftigten Frauen können zusätzlich verstärkt werden, wenn Frauenförderungsprogramme in einem Unternehmensumfeld stattfinden, wo sich bereits ein Bewusstsein für das Frauen-Empowerment entwickelt hat.

Meist ist dies der Fall, wenn Betriebe selbst von Frauen geleitet werden.

Im vergangenen Jahr stellte Fairtrade zum ersten Mal eine Gender-Beauftragte ein, die nun daran arbeitet Förderkonzepte für Frauen zu erarbeiten und sich besonders dem Kampf gegen die Frauendiskriminierung in Erzeugerländern widmet.

Zudem haben der asiatische und der lateinamerikanische Regionalverband gemeinsam ein Trainingsangebot entwickelt, mit dem vor allem jungen Frauen Fähigkeiten vermittelt werden sollen, um ihre Bedürfnisse in den Fair Trade-Genossenschaften noch deutlicher zu formulieren und durchzusetzen.

Frauenförderung als Unternehmenskultur

Die Lebens- und Arbeitsbedingungen und die Rechte von Frauen sind in Indien leider auch heute noch in vielen Bereichen weit entfernt von menschenwürdigen Standards.

Wirkliche Veränderung zum Besseren wird es in Indien sicherlich nur dann geben, wenn sich die indische Gesellschaft dem schwierigen Prozess stellt und ihre Denkweise und Sozialverhalten ändert.

Das Land will und wird in diesem Jahrhundert sowohl wirtschaftlich als auch in vielen einzelnen weltpolitischen Zusammenhängen eine bedeutende Rolle spielen.

Doch als ein solcher Akteur in einer modernen und globalisierten Welt ist Indien verpflichtet, wirkliche Gleichberechtigung für seine Frauen auch in der Realität zu schaffen und nicht nur auf dem Papier.

Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg, der Zeit braucht.

Doch Wandel für die Frauen im Land kann auch Stück für Stück im Kleinen vor Ort erreicht werden und das auch unabhängig von staatlichen Institutionen und Maßnahmen.

Unternehmen haben hier viel Potential, denn schon lange zeigt sich in Indien, dass die Betriebe dem gesellschaftlichen Fortschritt nicht selten um Längen voraus sind.

Deshalb arbeitet Sense Organics eng mit einem Textilbetrieb zusammen, der von einer Frau geleitet wird und sich gezielt für Frauen einsetzt.

Besonders Frauen aus ländlichen Regionen, in denen die Benachteiligung besonders groß ist, können in dieser Textilmanufaktur arbeiten und wohnen und werden ärztlich-medizinisch durch ein ambulantes Team des Roten Kreuzes betreut.

Es gibt einen Kindergarten und eine Kantine, in der jeden Tag frisch gekocht wird (unter anderem mit biologisch angebautem Gemüse aus dem eigenen Garten).

Damit soll den Frauen Chancen gegeben und Mut gemacht werden, ihr Leben und ihre Zukunft gleichberechtigt und selbstbestimmt gestalten zu können.

Die neue Kollektion Herbst/ Winter 2016 - is coming soon!

Von 2 years ago 1501 Views keine Kommentare

Die arktische Natur zum Vorbild

Sie sind winzig und ganz viele. Trotzdem gleicht keine Schneeflocke der anderen. Gemeinsam verändern sie jeden Winter unsere Welt und lassen Jahr für Jahr alles in einem ganz neuen Licht erscheinen.

Ihr Zuhause, so sagt man, ist die Arktis.

Also die Regionen die auf der Nordhalbkugel nördlich des Polarkreises liegen und auf der Südhalbkugel eben südlich davon.

Das Wort Arktis kommt eigentlich vom griechischen Wort árktos und heißt Bär, weil der Nordpol direkt unter dem Sternbild des Kleinen Bären liegt. Aber echte Bären gibt es dort auch. Und zumindest am Nordpol sogar Eisbären. In der Antarktis gibt es dafür Pinguine.

Jedes Kind verbindet diese Tiere, die ganz selbstverständlich in Schnee und Eis zu Hause sind, mit Nordpol und Südpol. Und weil das so ist, finden sich Pinguine, Eisbären aber auch Huskies und Elche im kommenden Herbst und Winter immer wieder in der neuen „Arktis“-Kollektion von Sense Organics. Und damit diese Polartiere sich dort wohl fühlen, ist die Farbpalette für diesen Winter geprägt von den Farben ihrer heimatlichen Arktis: eisblau, marineblau, lavendellila, pflaumenblau und elfenbeinweiß.

Grundsätzlich ist das Vorbild für die Kinderkleidung von Sense Organics in diesem Winter die arktische Natur. Nicht nur im Aussehen sondern auch in der Funktion. Schon früh müssen Eltern, die Frage ihrer Jüngsten beantworten, warum denn die Tiere im Winter draußen eigentlich nicht frieren.

Glück hat, wer das auf Anhieb beantworten kann. Das Stichwort hier heißt Thermo-Isolation. So nennt sich die Wärmedämmung des Körpers von Lebewesen in der Biologie. In der Natur funktioniert die zumeist durch Fell oder Gefieder. Die allermeisten Kinder hätten zwar gerne mal so ein Fell oder Federn, haben sie aber nicht. Deswegen helfen wir ein wenig nach, bleiben aber beim natürlichen Funktionsprinzip der Thermo-Isolation:

Dazu verwendet Sense Organics in der „Arctic“-Collection in diesem Winter Materialien wie Teddy-Plüsch, einfach- und mehrfach verstrickte, geschmeidige Jersey-Stoffe aus 100% Bio-Baumwolle und hochwertige, echte Strickware. Letztere in diesem Herbst und Winter vor allem in den polaren Farben dunkelblau, grau-mélange, elfenbeinweiss und lavendel. Damit sich die Kleinen in diesem Winter so selbstverständlich wie ein Eisbär-Junges im Schnee herumwälzen können, sind auch in diesem Jahr wieder die wasserabweisenden Schneeanzüge und Winterjacken in der Kollektion dabei.Dazu nutzt Sense Organics das bewährte natürliche ecorepel®-Verfahren, das das wasser- und schmutzabweisende Verhalten von Entenfedern kopiert. Dabei wickeln sich lange Paraffinwachsketten spiralförmig um jede einzelne Faser, so dass die Oberflächenspannung herabgesetzt wird und die Wassertröpfchen und auch Schmutzpartikel mit einer wesentlich höheren Oberflächenspannung einfach abperlen. Entsprechend dem Vorbild in der Natur ist auch ecorepel® biologisch abbaubar und enthält keine Fluorkohlenwasserstoffe. Trotzdem bleibt der Schmutz-Schutz auch nach vielen Runden in der Waschmaschine noch erhalten und ist abriebfest. So macht es nichts, wenn die Schneedecke im Winter nicht immer ganz geschlossen ist, sondern auch mal ein paar Flecken Matsch dazwischen sind.

Dass Imprägniermittel zum Nässeschutz umweltverträglich sind, ist übrigens keinesfalls selbstverständlich. Für Sense Organics aber durchaus. Denn was es für unsere Umwelt und unsere Erde ausmacht, wenn sich viele ihrer Verantwortung bewusst werden, zeigt sich in diesen Tagen an den jüngsten Meldungen aus der Wissenschaft: Das Ozonloch über der Antarktis, das Menschen über Jahrzehnte mit schädlichen Chemikalien in die Schutzschicht unserer Atmosphäre gerissen haben, schließt sich langsam wieder. Doch das war nur möglich, weil Menschen gemeinsam und entschlossen gehandelt haben und den Einsatz von ozonschädlichen Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) weltweit verboten haben. „Unsere Kinder und Enkel werden erleben, wie das Ozonloch verschwindet.", kommentiert Ozonloch-Forscher Markus Rex vom Alfred-Wegener-Institut die neuesten Forschungsergebnisse. Eines der seltenen Beispiele, bei denen die Menschen über Ländergrenzen hinweg mal gemeinsam effektiv an einem Strang gezogen haben. Jeder für sich zwar klein und ganz unterschiedlich. Dafür waren und sind es viele, die gemeinsam das Aussehen unserer Welt ganz schön verändern können.

Wie Schneeflocken eben.