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Zusammenhalt unter Eltern

Von Andrea Zschocher 2 years ago 1338 Views keine Kommentare

Sense Organics Blog schreibt ueber den Zusammenhalt von Eltern

Ende August habe ich mir den Arm gebrochen. Ein Fahrradunfall, zum Glück war ich ohne Kind unterwegs. Zunächst dachte ich noch, dass die Schmerzen vielleicht von dem Schock über den Sturz herrühren würden, aber nach einem Wochenende an dem ich meinem Arm nicht bewegen konnte bekam ich die Diagnose: Der Arm ist gebrochen.

Gebrochener Arm und aktives Kleinkind

Solch eine Diagnose ist schon unschön, wenn man kein aktives Kleinkind neben sich weiß, aber als mir der Gips angelegt wurde hatte ich nur einen Gedanken: Wie soll das alles eigentlich gehen? Das fragte ich auch den Arzt. Der meinte, dass das eben diese Momente im Leben sind, in denen alles funktionieren muss. Meine Erfahrung sagt mir: Solche Momente gibt es nicht. Um es kurz zu machen, die folgenden Wochen waren schwer. Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich einen Mann habe, der sich im Zweifelsfall natürlich um meine Tochter kümmern kann. In erster Linie aber mussten das Kind und ich sehen, wie wir zurecht kamen.

Eltern helfen einander

Ein Besuch auf dem Spielplatz war natürlich kein Problem, aber wohl ihrem Wunsch nachzukommen, dass sie gerne schaukeln wollte. Ich konnte sie, einarmig wie ich war, weder hochheben noch anschubsen. Zum Glück fanden sich immer ein paar Eltern, die bereit waren meine Tochter geduldig beim Schaukeln zu unterstützen. Denn was ich auf jeden Fall sagen muss: Mir schlug fast überall wunderbare Hilfsbereitschaft entgegen. Im Kindergarten zogen die Erzieher_innen mein Kind bereits vollkommen an, hielten mir Türen auf und boten mehrfach an, dass ich sie solange dort lassen könnte, wie es für mich wichtig war.

Herausforderungen mit dem Kind meistern

Schwierig wurden alltägliche Dinge wie Windel wechseln, Abendbrot machen oder auf dem Sofa kuscheln. Weil das Kind auf meinen Arm wollte, weil sie auf dem Gips herumsprang und mir dabei leider weh tat, weil ich, eingegipst von Achsel bis Hand, den Arm überhaupt nicht so biegen konnte, dass ich die Windel auf- oder zumachen konnte. Hier baute ich auf die Kooperation meines Kindes, der ich erklärte, dass wir zwei beim Windel wechsel zusammen arbeiten müssten.

Dankbar Hilfe annehmen und einfordern

Nach acht Wochen war der Spuk vorbei, der Gips kam ab und mein Arm ist wieder einigermaßen belastbar. Wenn mich diese Zeit eines gelehrt hat, dann einmal mehr, dass wir Eltern einander mehr unterstützen müssen. Wir sollten Hilfe anbieten, wenn wir merken, dass jemand anders sie brauchen könnte. So banale Dinge wie ein fremdes Kind, nach Rücksprache mit den Eltern, auf die Schaukel setzen und anschupsen mag nach einer Kleinigkeit aussehen. Für mich und meine Tochter aber war es eine echte Hilfe in der anstregenden Zeit.