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Hebammen in Deutschland

Von Andrea Zschocher 3 years ago 1608 Views keine Kommentare

Sense Organics Blog über Hebammen in Deutschland und Dankbarkeit

 

Die Situation der freiberuflichen Hebammen in Deutschland ist prekär. Es wird immer schwerer für die Frauen, sich zu versichern. Und wenn ihnen das gelingt, dann ist die Versicherung sehr teuer, so dass viele Hebammen ihren Beruf aufgeben müssen, weil das Geld nicht mehr reicht. Das liegt vor allem daran, dass die Versicherer angeben, dass die Folgekosten, wenn bei der Geburt etwas schief geht, immens hoch sein können.

 Wenige Hebammen, weniger alternative Geburten

In der Folge bedeutet dies aber vor allem: Es wird weniger Geburten im Geburtshaus oder zuhause geben und mehr in den Kliniken. Dabei ist eine Geburt in der Klinik gar nicht immr nötig. Wenn die Mutter es wünscht und die Schwangerschaft normal verläuft, dann sind keine Risiken zu erwarten. In Absprache mit der Hebamme und einem Arzt können Frauen sich für eine alternative Geburt ohne Klinik entscheiden. Nur wird, eben durch die teuren Versicherungsbeiträge, diese Wahlmöglichkeit bald nicht mehr vorhanden sein. Genaueres könnt ihr gern auf der Website des Deutschen Hebammenverbandes lesen.

 Dankbarkeit für Hebammen

Um so wichtiger finde ich es, denen, die noch immer ihre tolle und wichtige Arbeit als Hebamme nachkommen, mal Danke zu sagen. Ich finde die Arbeit unglaublich. Und das umfasst für mich nicht nur die Geburt, sondern auch die Vor- und Nachsorge. Denn auch diese Arbeit ist fordernd und wie ich finde, unglaublich wichtig. Ich hatte das Glück eine tolle Hebamme zu haben, die mich vor der Geburt ein kleines Stück, danach aber längere Zeit begleitet hat.Ich habe, das gebe ich auch zu, eine tolle Frauenärztin, so dass ich mich rundum gut versorgt fühle. Aber das ist leider eine Seltenheit, wie ich  auch aus meinem Freundeskreis weiß.

Hebamme finden durch Zufall

In Berlin ist es gar nicht so einfach, eine Hebamme zu finden, aber ich glaube, in anderen Ecken Deutschlands ist es noch schwerer. Eben weil es immer weniger werden. Ich habe meine durch einen Zufall gefunden, eigentlich war ich offensichtlich viel zu spät dran. Denn ich habe erst angefangen mich darum zu kümmern, als ich bereits im fünften Monat war. Ich hatte die Idee, dass das noch reicht, aber dann habe ich Absage über Absage bekommen. Letztlich war das aber natürlich perfekt, sonst hätten meine Hebamme und ich uns nie kennen gelernt.

Weleda Aktion für Hebammen

Noch heute bin ich meiner Hebamme für ihre guten Worte, ihre tollen Taten und ihre ganze, herzliche, anpackende und liebevolle Art dankbar. Wir haben uns sehr gut verstanden und ich war schon traurig, als sie mich nicht mehr besucht hat. Ich glaube, es gibt da einfach oft eine schöne Beziehung. Zum Abschied habe ich ihr Wolle und eine Strickzeitung geschenkt, weil sie mir verraten hat, dass sie sehr gerne strickt. Sie hat sich sehr darüber gefreut. Was ich aber auch eine tolle Idee finde, ist die Aktion von Weleda, auf die ich an dieser Stelle hinweisen möchte. Mit der Aktion "Ein Dank für Hebammen" könnt ihr ganz problemlos euerer Hebamme einen Gruß schicken. Eine schöne Idee, wie ich finde.

 

Wie ist das bei euch? Wie habt ihr eure Hebamme kennen gelernt? Welche Erfahungen habt ihr gesammelt? Und was war euer Abschiedgeschenk? Ich freue mich auf eure Kommentare.

 

(c) Foto: Christian v.R.  / pixelio.de