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Fashion Revolution Day

Von Andrea Zschocher 3 years ago 1962 Views keine Kommentare

Sense Organics Blog über Fashion Revolution Day

Am Freitag, 24. April, ist Fashion Revolution Day. Und weil ich das eine gute und wichtige Sache finde, weill ich euch heute mal ein bißchen darüber informieren.

weltweiter Fashion Revolution Day

Beim Fashion Revolution Day geht es darum, einen Tag lang seine Kleidung quasi falsch herum zu tragen, nämlich mit dem Label nach außen. So ist für jeden ersichtlich woher die Klamotten kommen und wo sie gefertigt wurden. Mit dieser Aktion soll die Aufmerksamkeit der Modeindustrie stärker auf die Erzeugerländer gerichtet werden. Denn in wievielen Kleidungsstücken steht wohl "Made in Germany" im Vergleich zu "Made in India" oder "Made in Bangladesh"? Natürlich fertigt zum Beispiel auch Sense Organics die Kleidung in Indien an. Beim Fashion Revolution Day zeige ich dann zum Beispiel die Labels bei der Kinderkleidung meiner Tochter und jeder kann lesen "Made in India".

Sense Organics Blog über Fashion Revolution Day

Fertigungsprozesse in der Kleidungsindustrie

Aber es gibt ja im Fertigungsprozess durchaus Unterschiede. Bei einem Fairtrade Kleiderlabel würde also in jedem Fall noch der Hinweis stehen, ob es sich um Fair Trade Baumwolle handelt. Ist die aus Biobaumwolle oder nicht? An solch einem Label lässt sich also wirklich einiges erkennen. Deswegen finde ich den Fashion Revolution Day auch so eine tolle Sache. Weniger, weil die Kleidung auf links getragen wird (das sieht gerade bei Pullis mit Taschen ja eher doof aus), sondern weil damit ein Bewußtsein für Herstellungsbedingungen von Klamotten entsteht. Ich persönlich glaube, dass sich auch mit den eigenen Kindern noch mal einiges bei der Auswahl der Bekleidung ändert. Denn wenn ich nicht möchte, dass meine Tochter zur Kinderarbeit gezwungen wird, dann kann ich es auch nicht verantworten, dass Klamottenhersteller das tun. Sie darf, jedenfalls aus meiner Sicht, nichts anziehen, wofür andere Kinder leiden mussten.

Transparente Informationen in der Kleidungsindustrie

Jeder Konsument, jede Konsumentin, hat ein Recht auf transparente Informationen. Darauf weist der Fashion Revolution Day ja auch hin. Neben der Aktion am 24. April finden in dieser Woche in vielen deutschen Städten aber auch weitere Aktionen statt. In München zum Beispiel gibt es eine Fotoausstellung, in Hannover eine Protestpräsentation zum Thema "Who made my clothes" und in Berlin eine Diskussion unter dem Thema "Zwei Jahre nach Rana Plaza - globaler Textilhandel auf dem Prüfstand".

Sense Organics Blog über Fashion Revolution Day

Fashion Revolution Day - macht mit

Nun wollt ihr wissen, wie ihr selbst aktiv werden könnt? Das ist gar nicht so schwer. Fragt euren Lieblingsklamottenhersteller, wie die Kleidung hergestellt wird. Seid beharrlich, wenn ihr nicht sofort eine Antwort bekommt. Und dann macht am 24. April 2015 ein Foto von dem Label eurer Kleidung und ladet es auf den sozialen Netzwerken hoch. Nutzt den Text "I want to thank the people who made my clothes, @Kleidermarke eurer Wahl" und nutzt den Hashtag #whomademyclothes
Umso mehr Menschen sich daran beteiligen, umso transparenter werden auch die Produktionsbedingungen. Denn, auch wenn das schon so altbacken klingt, Verbraucher haben ja durchaus eine Stimme.

Was sagt ihr zu der Aktion? Seid ihr dabei? Ich bin gespannt auf eure Kommentare

(c) Photographer: Rachel Manns