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Das Kind kommt in den Kindergarten - Aufregung für die Eltern

Von Andrea Zschocher 3 years ago 1827 Views keine Kommentare

Sense Organics Blog schreibt ueber Kindergarten

 

Im Leben mit Kindern kommt, meiner Erfahrung nach, früher oder später der Zeitpunkt, an dem sich die Eltern mit der Frage nach einem Kindergarten befassen müssen. Ich weiß gar nicht, ob es KInder gibt, die nie in den Kindergarten gehen. Natürlich wäre auch das nicht schlimm, ich glaube, dass jede Familie weiß, was gut zu ihr passt.

Suche nach passendem Kindergarten

In Berlin, das liest man immer wieder, gibt es Probleme mit den Plätzen. Weil es in verschiedenen Stadtteilen mehr Kinder als Plätze gibt. Ich habe diese Erfahrung zum Glück nicht machen müssen. Klar, auch meine Tochter stand auf Wartelisten, am Telefon wurde mir gesagt, dass 150 Kinder vor uns angemeldet seien. Aber letztlich hat es wirklich ohne Probleme, vielleicht mit Glück geklappt. Leider war das Glück im Nachhinein eher ein Unglück. Denn die Kita hat so gar nicht zu uns gepasst.

Chemie im Kindergarten stimmt nicht - was tun?

Trotz mehrmaligen Besuchen, bevor meine Tochter dort hingehen sollte, stimmte dann plötzlich die Chemie nicht. Das mag an vielen Faktoren gelegen haben. Zum Einen waren es die unterschiedlichen Auffassungen der Erzieherinnen und mir. Ich wünschte mir, dass meine Tochter, die damals etwas über ein Jahr alt war, im Kindergarten vor allem mit anderen Kindern spielen kann. Die Kita wollte aber jeden Tag basteln, malen und aufräumen. Das mag für andere Eltern passen, ich fühlte mich unwohl. Auch die Eingewöhnung, für die ich mir keinen zeitlichen Rahmen setzte sollte innerhalb von zwei Wochen vollzogen sein. Das fühlte sich für mich falsch an. Weil nicht alle Kinder gleich sind, glaube ich nicht, dass es feste Vorgaben für den Abnabelungsprozess geben sollte.
Während einige Kids schon nach wenigen Tagen gern mit anderen spielen und ihre Eltern nicht mehr brauchen, ist es bei anderen auch nach Wochen noch nicht so weit. Da einen Druck auszuüben, wie es in unserem Fall war, finde ich falsch.

Vorwürfe an die Mutter

Es endete damit, dass ich mir von den Erzieherinnen Vorwürfe anhören musste, dass ich in der Eingewöhnung ein großes Problem sei, dass meine Tochter unerzogen wäre und schlecht hört. Festgemacht wurde das an der Tatsache, dass das Kind während des Morgenkreis nicht 10 Minuten stillsitzen sondern lieber herumkrabbeln wollte. Und wenn sie aufgefordert wurde das Spielzeug wegzuräumen, dann reagierte sie nicht. Für mich klingt das vollkommen normal für Einjährige, aber die Erzieherinnen waren schockiert. Ich auch, und so musste ich nach einigen Gesprächen, beschließen, dass dieser Kindergarten leider nicht für uns passte.

Neue Kindergartensuche - großes Glück

Die Suche begann also auf ein Neues. Und mit Glück hat meine Tochter nun einen Platz in einem sehr sehr kleinen Kinderladen gefunden. Hier werden ingesamt nur 15 Kinder betreut, die zwischen einem und sechs Jahren alt sind. Im Vordergrund stehen Erlebnisse in der Natur, gemeinsame Erlebnisse und das Erlernen sozialer Kompetenzen. Meine Freundinnen nennen die Kita liebevoll "Hippie-Kita", eben weil es hier viel um Gemeinsamkeit geht. MIr ist das egal, denn ich merke, dass sich meine Tochter hier einfach unglaublich wohl fühlt.

 Gemeinsame Erlebnisse im Kindergarten

Es gibt keinen Morgenkreis, alle Kinder dürfen gebracht werden, wie es für die Eltern passt. Für mich eine große Erleichterung, denn manchmal schläft das Kind etwas länger und ich finde nichts schlimmer, als sie dann zu wecken. Bis 10.00Uhr soll sie im Kinderladen sein, von 8.45 bis 9.30 Uhr ist Frühstück. In der Zeit sollten Kinder nach Möglichkeit nicht gebracht werden, weil dann eben Essenszeit ist und die gern ruhig ablaufen soll. Finde ich eine gute Regelung, genau wie die Mittagszeiten. Danach halten die KInder die möchten Mittagsschlaf, die Größeren beschäftigen sich mit Büchern oder Basteln. Nach der Ruhezeit geht es dann voller Power in den Spielenachmittag. Ich glaube ihr merkt es schon, ich bin im neuen Kindergarten total angekommen. Und meine Tochter natürlich auch.

Jeden Morgen freut sie sich darauf mit ihren Freunden zu spielen, erzählt mir, mit wem sie heute "Murmelbahn" oder "malen" will. Nach dem schweren Start in unseren Kindergartenalltag bin ich froh, dass sich nun alles zum Guten gewendet hat. Die Aufregung, mit der wir in das Abenteuer Kindergarten gestartet sind, hat sich zum Glück gelegt. Aber, das hat fast ein Jahr gedauert. Nun, mit fast zwei, ist die ganze Familie angekommen im neuen Leben.

 

Wie war das bei euch? Wie habt ihr euch und eure Kinder auf den Kindergarten vorbereitet? Ab wann besuchten eure Kinder einen? Ich bin so gespannt auf eure Erlebnisse!