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Bio-Baumwolle: Versöhnung mit der eigenen Haut

Von Anna Lena 2 years ago 1111 Views keine Kommentare

„Es gibt wildwachsende Bäume, aus deren Frucht man eine Wolle gewinnen kann, die die Schönheit und Qualität der Schafwolle weit übertrifft. Die Inder machen aus dieser Baumwolle ihre Kleider“.

So machte bereits der griechische Geschichtsschreiber Herodot seine Zeitgenossen im 5. Jahrhundert vor Christus auf ein Naturtextil aufmerksam, dass sich im Tragekomfort offenbar schon damals deutlich von anderen Faserstoffen unterschied.

Doch als der Historiker sich mit der Baumwolle befasste, war sie im Indus-Tal schon fünf Jahrtausende als Nutzpflanze bekannt.
Dass sich der Mensch nicht noch viel früher mit ihr auseinandersetzte ist sicherlich auch darauf zurück zu führen, dass Baumwolle nicht für den Verzehr geeignet ist und deshalb in Zeiten, in denen sich noch alles allein darum drehte, eine nachgeordnete Rolle spielte.

"Eine einzelne Faser macht kein Garn…

Wie vielfältig sich das Naturprodukt Baumwolle jedoch verwenden lässt und wie deutlich angenehmer das Hautgefühl der Baumwollfaser gegenüber Kleidungsstücken aus tierischen Fasern ist, überzeugte dann aber gleich mehrere Kulturen auf der Welt so, dass der Baumwoll-Anbau unabhängig voneinander auf drei Kontinenten erfunden wurde.

Geschätzt wurden Baumwollstoffe in der Vergangenheit, weil sie sich trotz ihres natürlichen Ursprungs in mehreren Arbeitsgängen soweit veredeln lässt, dass sie beinahe seidenweich werden, ohne dabei aber ihre vielen anderen positiven Eigenschaften zu verlieren.

Im Unterschied zu künstlichen Fasern ist Baumwolle sehr saugfähig und kann zu zwei Drittel ihres eigenen Gewichtes an Wasser aufnehmen und auch ölige Flüssigkeiten und Schmutz werden von der Baumwollfaser besonders gut aufgenommen und genauso gut wieder abgegeben.

Diese Eigenschaften sind es sicherlich, die Baumwohlstoffe zu einem idealen Ausgangsmaterial für Baby- und Kinderbekleidung werden ließ. Denn selbst stark verunreinigte Babytextilien können gekocht und heutzutage sogar sterilisiert werden.

Wie schon im Altertum schätzen Erwachsene und besonders Kinder die Hautfreundlichkeit von Baumwollstoffen, denn sie „kratzen“ nicht.

…ein einzelner Baum macht noch keinen Wald.*

Was in der Gegenwart aber leider immer mehr eine Rolle spielt: Baumwollbekleidung hat ein äußerst geringes Allergiepotential.
Denn unter Kleinkindern sind allergische Kontaktekzeme als Sofortreaktion ihrer empfindlichen Haut aber auch chronische Hautkrankheiten wie Neurodermitis besonders häufig.
Viele Eltern stehen den Symptomen zunächst ratlos gegenüber.

Oft sind zahlreiche Arztbesuche, Experimente mit Cremes aller Art, der Einsatz von Cortison-Salben und Bandagieren ganzer Körperteile gegen unbewusstes Kratzen im Schlaf nötig, um die Auslöser zu finden und Schritt für Schritt zu einer Lösung zu kommen. Welche der getroffenen Maßnahmen im Einzelnen oder ihrer Gesamtheit wirken, ist sehr individuell.

Auch die Verwendung von Kleidung und Bettwäsche aus Bio-Baumwolle hat oft positive Effekte, denn die Faser gilt generell als hautfreundlich, hat einen angenehmen Tragekomfort, lädt sich nicht statisch auf, ist strapazierfähig und atmungsaktiv.

Durch das Zusammenspiel dieser Eigenschaften zeigt sich oft, dass bei akuten oder chronischen Hautentzündungen beispielsweise weniger gecremt werden muss. Gleichzeitig ist Baumwollkleidung weich und geschmeidig und sanft zu der ohnehin schon beanspruchten Haut.

Wichtig ist aber insgesamt auf Kinderkleidung mit einem geringen Allergiepotential zu achten, denn auch auf andere allergieauslösende und hautreizende Faktoren kommt es an.
Bei SENSE ORGANICS verzichtet man deshalb von vornherein auf schmermetallhaltige Farbstoffe, bleicht die Stoffe nur mit Sauerstoff und verwendet für den Textildruck nur Farben auf Wasserbasis. Deshalb sind hier die produzierten Stoffe giftfrei.

*"Eine einzelne Faser macht kein Garn, ein einzelner Baum macht noch keinen Wald.“
Chinesisches Sprichwort, Original: 单丝不成线,独木不成林