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Babys Schlaf - ein nimmermüdes Thema

Von Andrea Zschocher 3 years ago 1425 Views keine Kommentare

Sense Organics Blog schreibt ueber Babyschlaf

"Schläft sie schon durch?" Kaum eine Frage habe ich in den ersten Monaten häufiger gehört als diese. Und ich tat mich mit der Antwort sehr schwer. Denn ja, meine Tochter schlief schon recht früh durch. Das ist aber, wie ich glaube, reine Glückssache. Ich konnte mir dafür keinen Orden an die Brust heften und es war ja nicht so, dass Durchschlafen gleich Durchschlafen ist.

Wann schlafen Babys durch?

Als Durchschlafen bezeichnen Kinderärzte einen Schlaf von mindestens fünf Stunden. Das ist also ehrlich gesagt auch noch nicht wahnsinnig viel. Meine Tochter schlief nach dem letzten Stillen, so gegen 23.00Uhr ein und wurde dann morgens um 5.00Uhr wieder wach. Und ja, das ist paradiesisch im Vergleich zu den Babys, die jede Stunde aufwachen. Aber es ist eben auch immer noch nicht die Welt. Dennoch, wenn ich gefragt wurde war es mir, oft nachdem ich schon minutenlange Ergüsse über Schlafmangel gehört hatte, unangenhem zu sagen: Ich bekomme vier Stunden Schlaf. AM STÜCK! Der Neid vieler Eltern war mir sicher, das haben mich viele spüren lassen.

Früher Schlaf aber andere Sorgen

Ich kann nicht sagen was der Grund dafür war, warum meine Tochter so früh so gut geschlafen hat. Aber wie vieles im Leben hatte natürlich der frühe Nachtschlaf auch seine Schattenseite. Denn während ich die Nacht zur Regeneration nutzen konnte, waren die Tage oft anstrengend. Mein Kind war sehr sensibel wenn es um Besuche ging. Sie schrie, oft stundenlang, nachdem für 30 Minuten jemand vorbeikam und sie einfach nur ansah. DAS aber, wollte dann niemand hören. Alles, was die Eltern mit denen ich sprach beschäftigte war: WIeso schläft das Kind durch und meines nicht?

Eltern sollten Probleme ansprechen dürfen

Lasst euch gesagt sein: Durchschlafen, oder das was die Kinder dafür halten, das kommt irgendwann. Und ich kann jedes Elternteil verstehen, dass sich wünscht, dass das besser heute als morgen passiert. Weil Schlafentzug etwas ganz, ganz Schreckliches ist. Aber bei all dem wünsche ich mir, dass diese ständigen Vergleiche aufhören. Ich wünsche mir mehr wertfreie Möglichkeiten sich zu erzählen wie wir Eltern unser Leben mit unseren Kindern, die eben alle unterschiedlich sind, erleben. Was für die Einen ein großes Problem ist, belastet die anderen vielleicht gar nicht so sehr. Gehen wir doch offen aufeinander zu und lassen uns voneinander inspirieren. Das eröffnet meiner Meinung nach neue Sichtweisen und hilft letztlich auch über so manche durchwachte Nacht hinweg.

Ich jedenfalls habe den Eltern, mit denen ich mich regelmäßig getroffen habe, lieber einen Tee mitgebracht, als neidisch darauf zu horchen, dass die ihre Kinder überall mit hinnehmen konnten.

Was sind eure Erfahrungen? Wie habt ihr die ersten Monate mit Baby erlebt? Und war das Thema Schlaf bei euch auch so präsent?